Risikoanalyse
Viele Pensionszusagen werden aus der Motivation heraus geschlossen, eine möglichst hohe Steuerersparnis zu erzielen. Oft kommt es hier im Laufe der Jahre zu Entwicklungen, die Probleme für die Gesellschaft mit sich bringen. Aber auch Unternehmen, die die Pensionszusage zu ihrem eigentlichen Zwecke, der Altersversorgung, schließen können in Schieflage geraten.
Wir sind bemüht unsere Mandanten davor zu bewahren. Zu diesem Zweck bieten wir eine umfassende mathematisch fundierte Risikoanalyse, speziell für kleine mittelständische Unternehmen (KMU) an.
Risiken einer Pensionszusage
Biometrie
Genau genommen ist eine Pensionszusage eine Zusage eines Versorgungsträgers an eine begünstigte Person, dieser eine Alters-, und/oder Invaliden-, und/oder Hinterbliebenenrente zu zahlen. Diese Versorgungsfälle entstehen, wenn ein biometrisches Ereignis (Ruhestand, Invalidität / Berufsunfähigkeit, Tod) eintritt.
Kapital
In der Regel ist eine Rückdeckung der zugesagten Leistungen für den Versorgungsträger sinnvoll, gerade bei KMU ist sie oft unausweichlich. Die Rückdeckung dient dazu im Leistungsfalle die Renten an die begünstigte Person zu zahlen.
Da diese Rückdeckung in irgendeiner Art und Weise mit den Kapitalmärkten zusammenhängt, unterliegt sie gewissen Wertschwankungen, sowie Restriktionen in der Verfügbarkeit.
Beispielsweise haben Aktien eine hohe Verfügbarkeit und große Wertschwankungen, während Immobilien nur mittelfristig veräußerbar sind, jedoch kontinuierliche erträge generieren und nur geringen Wertschwankungen unterliegen.
Fakt: Aus den Heubecktafeln 2005 G ergibt sich, dass von allen Männern des Geburtsjahrgangs 1957, die heute noch aktiv im Erwerbsleben stehen, lediglich etwa 70% das Rentenalter von 65 Jahren als Aktiver erreichen. Umgekehrt heißt dies: etwa 30% scheiden vorzeitig aus Ihrem Unternehmen aus, weil sie versterben oder berufsunfähig werden.
Was bedeutet dies für Ihr Unternehmen? Diese Frage lässt sich so leicht nicht beantworten. Daher führen wir hier eine Quantitative Risikoanalyse durch.
Quantitative Risikoanalyse
Was ist das?
Um nur kurz auf die mathematischen Details einzugehen: Es erfolgt eine Montecarlo-Simulation Ihres Unternehmens, innerhalb derer die weitere Geschäftsentwicklung, die Biometrischen Ereignisse, sowie die Entwicklung der Kapitalanlagen simuliert werden. Die Biometrie wird stochastisch simuliert, entsprechend Der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Die Simulation der Kapitalanlagen erfolgt in Form einer mehrdimensionalen Brownschen Bewegung unter Berücksichtigung sämtliche Korrelationen. Die Simulation des Operativen Geschäfts Ihres Unternehmens erfolgt deterministisch anhand Ihrer Vorgaben. Hier ist es sinnvoll mehrere Szenarien zu betrachten.
Was bringt das?
Konkret wird in der Analyse eine Insolvenzwahrscheinlichkeit für Ihr Unternehmen berechnet. Ebenso ist erkenntlich, warum es zur Insolvenz kommt. hauptsächlich liegen die Gründe in Ereignissen wie Tod oder Invalidität des Begünstigten. Mit der Kenntnis der Insolvenzwahrscheinlichkeit lässt sich entscheiden, ob Sie damit “leben” können, oder nicht.
Ist letzteres der Fall, lassen sich gezielt Maßnahmen zur Minderung der Insolvenzwahrscheinlichkeit ableiten, wie beispielsweise die Wahl der Kapitalanlagen, die Auslagerung der Zusage auf ein externes Unternehmen, oder der Kauf von Versicherungsschutz.
In allen Fällen beraten wir Sie gern weiterhin und setzen die zu ergreifenden Maßnahmen mit Ihnen und für Sie um.